Warum Geben glücklich macht. Ein Hoch auf alle Engel unter Euch.

Warum Geben glücklich macht. Ein Hoch auf alle Engel unter Euch.

Am Samstag habe ich großartige Menschen getroffen. Viele tolle Frauen und Männer. In Dresden, übrigens.

Zum 11. Mal fand im Dresdner Schauspielhaus die größte Charity-Gala Ostdeutschlands statt: die HOPE Gala. Ein buntes Programm mit großem Staraufgebot und 750 gut gelaunten Gästen.

Das sensationelle Ergebnis des Abends: 200.000 Euro für HOPE Capetown, ein neuer Spendenrekord. Ich gratuliere von Herzen und freue mich, dass ich dabei sein konnte.

Was mich neben der Show und dem gespendeten Geld jedoch wieder nachhaltig beeindruckt hat, ist die Begeisterung, mit der sich die Menschen vor und auch (besonders) hinter den Kulissen für solche Projekte engagieren.

Künstler treten ohne Gage auf. Ebenso Moderatoren und Laudatoren. Prominente aus Showbiz und Sport kommen zu solchen Abenden und unterstützen die Initiatoren. Manchmal auch ohne großen Auftritt, nur durch schlichte Anwesenheit.

Und hinter dem Rampenlicht wuseln Hunderte toller Menschen umher, die überall da zupacken, wo zugepackt werden muss. Oft ohne Bezahlung. Einfach für die gute Sache. Und reisen dafür sogar aus München und Mallorca an…

Bist Du auch einer dieser stillen Engel, die immer da sind, wenn Hilfe gebraucht wird? Oder geht es Dir wie mir und Du weißt, dass Du Dich manchmal mehr engagieren könntest?

Was motiviert Dich? Warum hilfst, schenkst und gibst Du?

  • Berühren und bewegen Dich persönliche Geschichten einfach so, dass Du nicht anders kannst? Sind es Mitleid und Nächstenliebe, um tatsächlich das Leid zu verringern?
  • Macht es Dich stolz, wenn Du mit einem Team ein großes, gemeinnütziges Ziel erreichst? Dann ziehst Du aus der Wertschätzung Deiner Mitmenschen Kraft und Energie für Dich? Und soziale Anerkennung?
  • Willst Du der Gesellschaft etwas zurückgeben? Vielleicht, weil Du Dich privilegiert fühlst? Und damit auch Verantwortung trägst?
  • Oder hilfst Du vielleicht in der Erwartung, dass Dir auch geholfen wird, falls Du selbst mal in eine Notsituation gerätst. Sozusagen als Absicherung für die Zukunft.
  • Oder andersherum: Aus Dankbarkeit, da Dir selbst schon geholfen wurde?
  • Vielen Menschen gibt  soziales Engagement einen Sinn im Leben. Oder vielleicht hast Du Dich viele Jahre um Deine Kinder gekümmert, die Dich nun nicht mehr so stark brauchen.
  • Helfen fördert auch soziale Kontakte. Studien haben gezeigt: Wer sich ehrenamtlich engagiert, ist seltener einsam oder depressiv. Und hat keine Langeweile.
  • Manche Menschen scheinen aus egoistischeren Motiven zu helfen: zum Image aufpolieren, zum Netzwerk ausbauen oder weil etwas gerade angesagt ist. Allerdings – hinter der Fassade findet sich meist doch einer der genannten Gründe…

Die Motive für das Helfen sind sehr vielfältig. Genau genommen, hat jeder von uns seinen ganz persönlichen Cocktail aus Motiven. Abhängig von der Erziehung, den Erfahrungen und den allgemeinen Werten.

Übrigens: In der Mehrheit aller Kulturen betrachten die meisten Menschen das Geben als ihren allerwichtigsten Wert.

Kann Geben wirklich glücklich machen?

Wenn Du Dir die Motive angeschaut hast, wirst Du diese Frage wahrscheinlich schon direkt mit einem klaren JA beantworten.

Und es gibt es tatsächlich: das sogenannte „Helper´s High“.

Der amerikanische Gesundheitsexperte Allan Luks hat das in einer Studie herausgefunden. Die befragten ehrenamtlichen Helfer haben einstimmig von einem Hochgefühl berichtet, das ihnen Wärme, Energie und Kraft gibt.

Die Ursache dafür? Endorphine. Die Glückshormone, die Dich in einen rauschähnlichen Zustand versetzen können. Serotonin wird ausgeschüttet, hellt Deine Stimmung auf und kann sogar Schmerzen killen.

Einsamkeit und depressive Stimmungen können abnehmen und Dein Selbstwertgefühl steigt. In der Erinnerung an die guten Taten sollen sogar die Abwehrkräfte gesteigert werden und Dir zu einer ruhigen ausgeglichenen Ausstrahlung verhelfen. Wie schön!

Allerdings wirst Du das Helper’s High nur unter diesen Voraussetzungen fühlen:

  • Dein Engagement muss regelmäßig sein und Du musst einen persönlichen Kontakt aufbauen. Sonst gibt´s keinen Rausch.
  • Es muss sich bei den Hilfebedürftigen um fremde Menschen handeln. Weil Unterstützung in Familie und unter Freunden selbstverständlich ist und meist sogar erwartet wird. Das Hochgefühl kommt nur bei  freiwilliger Hilfe.

Geben und Helfen sind große Themen in so ziemlich jedem Glücksratgeber. Ich finde, Gretchen Rubin hat es in ihrem Buch „Das Happiness Projekt“ super auf den Punkt gebracht:

„Tu Gutes und Du fühlst Dich gut. Fühl Dich gut und Du tust Gutes.“ Gretchen Rubin

Wer gibt, kommt weiter.

Bei der Recherche zu diesem Artikel habe ich ein Buch gefunden, von dem ich Dir unbedingt noch kurz erzählen muss.

In „Geben und Nehmen: Warum Egoisten nicht immer gewinnen und hilfsbereite Menschen weiterkommen“ hat sich der amerikanischen Wirtschaftsweise Adam Grant die führenden Köpfen in Wirtschaft, Politik und Sport analysiert. Er hat sie in Geber, Nehmer und Tauscher unterteilt und etwas Großartiges herausgefunden:

„Wenn Geber Erfolg haben, geschieht etwas ganz Besonderes: Er breitet sich kaskadenartig aus. Wenn Nehmer gewinnen, verliert für gewöhnlich ein anderer… Erfolgreichen Gebern werden die Daumen gedrückt und sie werden unterstützt. Der Erfolg von Gebern erzeugt einen Welleneffekt: er verstärkt den Erfolg von Menschen in ihrer Umgebung. So schaffen Geber mit ihrem Erfolg Werte.“ Adam Grant

Was für eine Erkenntnis! Das riecht doch förmlich nach einem baldigen Ende der Egoisten in den Führungsetagen.

Kennst Du auch solche wundervollen, hilfsbereiten Menschen? Die ihr Wissen, ihre Kraft, ihre Ideen und Kontakte immer großzügig teilen? So, dass auch andere davon profitieren?

Wenn Du in Dresden dabei warst, weißt Du, an welche zwei Frauen, die wohl unbestritten zu den Leadern des tollen HOPE-Projektes gehören, ich gerade denke. Falls nicht – ich stelle sie Dir im nächsten Jahr sehr gern vor.

Welche tollen Projekte möchtest Du mit uns teilen? Wo engagierst Du Dich? Oder welche unermüdlichen Helfer sollten Deiner Meinung nach hier unbedingt mal erwähnt werden?

Ob im Sportverein oder für Obdachlose, in Flüchtlingshilfe oder in der Nachbarschaft –jedes persönliche Engagement für Deine Mitmenschen zählt!

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Herzlichst, Deine Gela

Alle Aussagen und Empfehlungen in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert und für gesunde Frauen gedacht. Unsere Beiträge bieten jedoch keinen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat und es wird keine Haftung übernommen. Auf jeden Fall solltest Du Dich in deinen Wechseljahren regelmäßig mit deinem Gynäkologen besprechen, gegebenenfalls auch mit Endokrinologen und Heilpraktiker.

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