Ganzheitliche Gesundheit

Holistisch, ganzheitlich gesund – wirklich wertvoll oder kann das weg?

„Ganzheitlich“ ist in der Gesundheitsbranche zum Modewort geworden, von manchen sogar zur Marketingfloskel degradiert worden. Dabei ist Heilung mehr als nur gesund werden, Du kannst im Inneren nur heilen, wenn Du alle Deine Facetten und energetischen Anteile berücksichtigst und das Heilen aller Deiner Körper erlaubst.
Inhaltsverzeichnis

Begonnen habe ich meinen Weg recht eindimensional in der Apotheke. Kunde kommt mit Rezept, bekommt sein Medikament, wenn es gut läuft, erhält er noch ein bis zwei beratende Tipps, er zahlt und geht. Ich habe diesen sich wiederholenden Vorgang gerne Tüte, Umschau, rausgetauft. Kurzfristig lindert ein solches Vorgehen die akuten Symptome, aber langfristig ist dem Patienten nicht geholfen.

Da schon meine Großeltern und Eltern eine Apotheke hatten, habe ich schon früh bei Beratungen gelauscht – ich fand das immer hoch interessant. Ich durfte mich nur nicht erwischen lassen. Zu meiner Mutter kamen die Menschen auch von weiter her, nur um mit ihr zu sprechen. Das eigentliche Problem war häufig schnell gelöst, es wirkte oft wie ein Vorwand, nur um sich mal das Herz ausschütten zu können. Noch heute erzählen meiner Mutter Fremde ihre persönlichsten Krisen.

Heilung ist so viel mehr als nur das Lindern von Symptomen. Leider ist der Begriff “Körper, Seele und Geist” fast schon zu einer Floskel verkommen, jeder redet von ganzheitlich, aber nur die wenigstens leben es wirklich.

Du bist mehr als nur Dein Körper

Der modernen Medizin gelingt es immer besser, den Kranken vor einem frühen Tod zu bewahren. Aber nicht tot zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig gut zu leben. Und nicht krank zu sein, bedeutet nicht automatisch gesund zu sein. In der Schulmedizin sollte man deshalb den Begriff “gesund” eher durch “symptomlos” ersetzen. Zum Glück gibt es aber auch die ganzheitlich orientierte Medizin, die klassische Allgemeinmedizin mit Naturheilverfahren kombiniert. Der von mir sehr geschätzte Mediziner Dr. Helmut Münch arbeitet nach dem Motto So wenig Schulmedizin wie nötig und so viel Naturheilverfahren wie möglich.

Selbst die WHO definiert Gesundheit mittlerweile so:

“Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen”

(vgl. Verfassung der Weltgesundheitsorganisation – WHO).

Konzentrieren wir uns also nur auf unseren physischen Körper, werden wir nie echte Heilung erleben, denn aus spiritueller Sicht bestehen wir aus den folgenden sechs Körpern:

  1. Der physische Körper
  2. Der Vitalenergiekörper oder Vitalkörper
  3. Der Mentalkörper oder Geist
  4. Der Kausalkörper oder Intellekt
  5. Der Suprakausalkörper oder das feinstoffliche Ego
  6. Die Seele oder das Gottesprinzip in uns

Um den Hardcore-Schulmedizinern gleich mal den Wind aus den Segeln zu nehmen – nur, weil etwas nicht sichtbar ist (oder mit unseren begrenzten Möglichkeiten nicht zu erfassen ist), heißt es nicht, dass es das nicht gibt. Ich möchte an dieser Stelle nur mal den Placebo- und Noncebo-Effekt erwähnen.

  • Placeboeffekte sind positive Veränderungen des Gesundheitszustandes, die durch eine Behandlung mit Placebo hervorgerufen werden. Ein Placebo ist ein Scheinmedikament, das meist keinen Arzneistoff enthält und somit auch keine pharmakologische Wirkung hat, die dadurch verursacht werden könnte. (Wikipedia)
  • Der Nonceboeffekt ist eine negative gesundheitliche Wirkung nach Exposition durch ein Agens, z. B. durch ein Arzneimittel oder einen anderen äußeren Einfluss, ohne dass ein direkter und unmittelbarer kausaler Zusammenhang zwischen Agens und Wirkung zu bestehen scheint, wobei die Effekte meist auf psychologische Ursachen zurückgeführt werden. Im Gegensatz zur positiven Wirkung beim Placebo-Effekt sorgt beim Nocebo-Effekt allein die Erwartung negativer Folgen dafür, dass diese tatsächlich zu spüren sind. (Wikipedia)

Inwieweit jeder von uns der Theorie der sechs Körper folgt, ist jedem selbst überlassen. Für mich persönlich ist diese Sicht auf uns Menschen sehr schlüssig, da ich in meiner langjährigen Erfahrung mit chronisch kranken Menschen erfahren hab, dass eine Heilung, die über das Lindern der Symptome hinausgeht, immer dann möglich wird, wenn alle Körper in die Therapie einbezogen werden.

Was bedeutet Holismus?

Sicherlich hat da jeder seine eigenen Vorstellungen, man kann Holismus, die Ganzheitslehre, aber allgemein gut mit einem Puzzle vergleichen. Erst wenn alle einzelnen Teile ineinander greifen und jedes an seinem Platz ist, erkennt man das gesamte Bild.

Um bei meinem Lieblingsthema Darmgesundheit zu bleiben – ein Reizdarm wird niemals mit der Gabe von Loperamid, einem Medikament gegen Durchfall, dessen Wirkung sehr simpel wie ein Korken beschrieben werden kann, geheilt werden. Es fehlen einfach zu viele Puzzleteile für das große Ganze wie Ernährung (täglicher Speiseplan, Allergien und Unverträglichkeiten, Genussmittel, Trinkgewohnheiten), Lebensweise (Stress, Schlaf, Bewegung, persönliches Umfeld, Beziehungsstatus), emotionaler Zustand (Lebenskrisen, Selbstfürsorge, Selbstliebe), Wendepunkte im Leben, Ahnenthemen, karmische Belastungen und noch vieles mehr.

Wenn man sich der Bedeutung des Holismus bewusst wird, ergeben sich plötzlich ungeahnte Möglichkeiten, da wir eigenverantwortlich unser Leben und damit unsere Gesundheit täglich auf`s Neue erschaffen. Gleichzeitig macht es uns aber auch klar, wie umfangreich unser Leben negativ beeinflussbar ist.

Mit einer holistischen Herangehensweise an die Gesundheit soll die Selbstheilung bestmöglich aktiviert werden, der innere Arzt soll Hand in Hand mit uns arbeiten. Alle Einzel-Systeme unseres Organismus sollen bestmöglich zusammenspielen, da so die Qualität aller biochemischer Prozesse im Körper verbessert wird.

Gesundheit ist dann ein gut funktionierendes Netzwerk zwischen

  • Körper (Zellen, Organe, Organgruppen)
  • Geist Gedanken (Verstand)
  • Seele (Psyche, Emotionen)

Ich gehe allerdings noch einen Schritt weiter, denn für mich gehört die Energiemedizin zu einem holistischen Ansatz in der Gesundheit definitiv dazu.

Was ist Energiemedizin?

In der Energiemedizin, zu der auch Ayurveda und die Traditionelle Chinesische Medizin, gehören, werden die Selbstheilungskräfte aktiviert durch die Regulation der auf den Körper einwirkenden Energiefelder. Alle psychischen und physischen Abläufe, alle Körperfunktionen und Organsysteme werden von einer übergeordneten feinstofflichen Energie geregelt. Wenn diese den Körper nicht ungehindert durchströmen kann, kommt es zu Befindlichkeitsstörungen und Krankheiten.

Es gilt die Lebensenergie, das Qi, ins Fließen zu bringen, die Chakren und Meridiane regelmäßig zu reinigen und Blockaden zu lösen.

Wenn man bedenkt, welche Historie und Behandlungserfolge die Traditionelle Chinesische Medizin und Ayurveda vorweisen, ist es sehr vermessen, die Energiemedizin als Hokuspokus zu verunglimpfen, sie sollte ganz im Gegenteil Teil des Medizinstudiums werden.

Fazit

Ich bin heilfroh, dass ich aus der Apotheke raus bin und jetzt meine holistische, ganzheitliche Idee von Gesundheit in mein tägliches Wirken einfließen lassen kann. Die Kombination aus medizinischen und naturheilkundlichen Ansätzen mit energiemedizinischen und spirituellen Aspekten, ist in meinen Augen genial, wertvoll und darf noch mehr in die Breite getragen werden. Sie fördert die Eigenverantwortung des Patienten und holt ihn aus der Opferrolle.

“Denn Gesundheit ist kein Zufall und Krankheit kein Schicksal. “

(Günther Mayer)

Was ist Deine Definition von holistischer, ganzheitlicher Gesundheit?

Alles Liebe, Ann-Katrin

Foto: Canva

Alle Aussagen und Empfehlungen in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert und für gesunde Frauen gedacht. Unsere Beiträge bieten jedoch keinen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat und es wird keine Haftung übernommen. Auf jeden Fall solltest Du Dich in deinen Wechseljahren regelmäßig mit deinem Gynäkologen besprechen, gegebenenfalls auch mit Endokrinologen und Heilpraktiker.

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