Smart aging mit der TCM – Wie Du gesund und glücklich alt wirst

In diesem Artikel zeige ich dir, wie sich die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) das Altwerden vorstellt. Kann man den Alterungsprozess verlangsamen?

Was denkst Du, wenn Du morgens in den Spiegel schaust?

Bemerkst Du zuerst einmal die neue Falte und ärgerst Dich darüber? Oder lächelst Du Dir zu und bist dankbar, dass wieder ein wunderschöner Tag vor Dir liegt?

Der Jugendkult in unserer Gesellschaft macht es besonders uns Frauen schwer, unser Altwerden zu genießen und unseren Körper wertzuschätzen und liebevoll anzunehmen.

In meinem neuen Buch „Vom Glück entspannt älter zu werden. Smart aging mit der TCM“ geht es deshalb neben der richtigen Ernährung und dem Lebensstil auch um unsere Gedanken über das Alter und unsere Erwartungshaltung. Diese bestimmen nämlich zu einem hohen Grad mit, wie gesund, entspannt und glücklich wir mit 70, 80 oder 90 sind. Der große Einfluss einer positiven Einstellung auf unsere Gesundheit ist inzwischen auch von der westlichen Wissenschaft bewiesen worden (google gerne einmal die „Nonnenstudie“, über die ich auch im Buch im Kapitel zur Vorbeugung von Demenz berichte).

Mein erster Tipp für Dich ist deshalb, einmal zu beobachten, was Du so über das Altwerden denkst. Welche Gedanken hast Du, wenn Du Dich im Spiegel betrachtest? Was erwartest Du von Deinen nächsten 20 oder 30 Jahren? Es zahlt sich wirklich aus, Dir das bewusst zu machen und dann zu entscheiden, ob Du vielleicht anders darüber denken möchtest. Was hilft, ist sich positive Vorbilder zu suchen, egal ob in deiner Familie oder bei bekannten Persönlichkeiten. Wie wäre es, mit Freude und Neugierde alt zu werden und das Leben bis zuletzt voll zu leben und auszukosten?

In diesem Artikel zeige ich Dir, wie sich die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) das Altwerden vorstellt.

Kann man den Alterungsprozess verlangsamen? Die Antwort ist Ja. Und es ist nie zu spät, damit anzufangen. Auch wenn Du Deine Ernährung mit 60 oder 70 auf ein gekochtes Frühstück oder mehr Gemüse umstellst, kannst Du Dein Wohlbefinden und Deine Gesundheit noch stark verbessern.

Der wichtigste Begriff in der TCM ist das Qi. Das Qi ist die Lebensenergie, die unseren Körper mit allem versorgt, was er braucht. Bei einem Qi-Mangel werden wir müde, die Verdauungskraft leidet, es sammelt sich pathogene Feuchtigkeit an (ähnlich wie Schlacken oder Schleim), das Immunsystem schwächelt und alle möglichen Krankheiten können entstehen.

Wenn wir also gesund und lange leben wollen, müssen wir gut auf unser Qi achten!

Einen Teil des Qi bekommen wir von unseren Eltern bei der Geburt mit. Dieser Anteil des Qi heißt auch „vorgeburtliches Qi“ oder Ursprungs-Qi. Gemeinsam mit dem Jing, der wertvollen Essenz, die mit den Genen vergleichbar ist, bildet das vorgeburtliche Qi eine Art Reservebatterie für unser ganzes Leben. Daraus holt sich der Körper frisches Qi, Yin und Yang, wenn er etwa durch Schlafmangel, minderwertige Ernährung oder Schicksalsschläge herausgefordert wird.

Diese zwei Substanzen gelten in der TCM als sehr wertvoll und können nicht so leicht nachgefüllt werden. Für das Jing gibt es zwar ein paar Nahrungsmittel, die zu seiner Stärkung empfohlen werden, etwa Hirse, Walnüsse oder Linsen (mehr dazu im Buch). Diese können jedoch einen ungesunden Lebensstil nicht ausgleichen. Um unser Ursprungs-Qi und das Jing möglichst lange zur Verfügung zu haben, damit wir eben gesund und entspannt alt werden können, sollten wir sparsam damit umgehen und sie nicht verschleudern.

Also: Achte auf ausreichenden, regelmäßigen und erholsamen Schlaf, eine ausgeglichene Ernährung (nicht zu viel, nicht zu wenig, gute Zutaten, gute Bekömmlichkeit), eine Balance von Anspannung und Entspannung, gute Beziehungen, freudvolle Bewegung und nicht zu viel Stress.

Weit wichtiger für ein gesundes Altwerden ist das sogenannte „nachgeburtliche Qi“!

Genau damit hast Du einen Hebel in der Hand, um den Alterungsprozess zu verlangsamen und den typischen Beschwerden wie Herz-Kreislauferkrankungen, Demenz, Osteoporose oder Blasenschwäche vorzubeugen bzw. ihr Auftreten zu verzögern.

Die wichtigste Quelle für das Auffüllen des nachgeburtlichen Qi ist deine Ernährung. Es geht nicht nur darum, was Du isst, sondern auch ob Du es gut verdauen kannst. Deshalb gilt der Spruch „Die Verdauung ist die Wurzel der Gesundheit“ in der TCM ganz besonders.

Einige Ernährungsempfehlungen für den Qi-Aufbau:

  • Iss ein gekochtes Frühstück, egal ob Porridge oder Ei mit Gemüse oder Hühnersuppe.
  • Iss Deine Mahlzeiten zu regelmäßigen Zeiten und lasse sie nicht ausfallen.
  • Reduziere die Qi-Räuber Zucker, Weißmehl, Fertigprodukte, Softdrinks, Alkohol und Kaffee.
  • Iss mehr gekochte Zutaten und weniger Brotmahlzeiten, Kaltes und Rohes.
  • Iss Mahlzeiten aus Mehl wie Pizza, Nudeln, Knödel, Mehlspeisen seltener, dafür öfters Reis, Polenta (Maisgrieß) oder Kartoffeln.
  • Erhöhe den Gemüseanteil in deinen Mahlzeiten.
  • Trinke vorwiegend Wasser, lauwarm bis heiß.
  • Achte auf Deine Verdauung und nimm Beschwerden wie Blähungen, Verstopfung, Sodbrennen oder Völlegefühl ernst. Finde die Ursachen heraus und meide diese.

Wenn Du diese Tipps an den meisten Tagen beherzigst, wirst Du bemerken, wie sich dein Wohlbefinden Schritt für Schritt verbessert. Damit zahlst Du auf Dein Konto für ein langes, gesundes und glückliches Leben ein. Es ist ein Geschenk, alt werden zu dürfen!

TCM Buch

Wenn Du tiefer ins Thema eintauchen möchtest, dann findest Du in meinem Buch „Vom Glück entspannt älter zu werden“ neben hilfreichen Informationen einen 10-Schritte-Plan zum Gleich-Loslegen, schmackhafte Rezepte für einen gesunden Körper und einfache Tipps und Übungen für Geist und Seele.

In der TCM geht es um das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Dieses Buch setzt auf allen drei Ebenen an. Es ist nie zu spät, Dein Wohlbefinden und Deine Selbstheilungskräfte auf ein neues Level zu bringen. Und es ist auch nie zu früh, um für ein gesundes Alter vorzusorgen.

Herzliche Grüße,
Katharina

PS: Weitere Beiträge von mir findest Du übrigens auch auf meinem Blog unter ernaehrungsberatung-wien.at

Alle Aussagen und Empfehlungen in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert und für gesunde Frauen gedacht. Unsere Beiträge bieten jedoch keinen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat und es wird keine Haftung übernommen. Auf jeden Fall solltest Du Dich in deinen Wechseljahren regelmäßig mit deinem Gynäkologen besprechen, gegebenenfalls auch mit Endokrinologen und Heilpraktiker.

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