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Vorbereiten auf die Menopause

Vorbereiten auf die Menopause – sinnvoll oder Blödsinn?

Eins ist Sicher: Wir kommen alle in den Wechsel. Aber keine weiß wie es sein wird - beschwerdefrei, ein bisschen ungemütlich oder jahrelange Achterbahn? Vorbereitung, Information und Anpassung Deines Lebensstil zwischen 30 und 40 könnten Dir aber so einiges ersparen.

Einsicht und Veränderung kommen oft erst auf Grund großer Schmerzen oder gezwungener Einschränkungen. Wir Menschen sind so – Punkt.

Dieser Artikel möchte Dich bewusst triggern und Deinen inneren Dialog anregen. Schimpf gerne während dem Lesen über mich, tituliere mich mit allen unflätigen Worten, die Dir einfallen, aber lese bitte fertig und urteile ehrlich. Denn …

Im Prinzip läuft es ja so: Solange keine Beschwerden vorliegen, kümmert es frau nicht wirklich, ob die Wechselzeit ansteht, da ist, oder vorbei ist. Da Du aber nicht wissen kannst, wie es tatsächlich sein wird – beschwerdefrei, nur ein bisschen oder volle Kanne, wäre es da nicht sinnvoll sich bei Zeiten zu informieren und vorzubereiten?

Hast Du Dir als junge Frau vorgestellt, wie Dein Ehemann sein soll und eure Ehe ablaufen sollte?

Deine Hochzeit hast Du sicherlich gut geplant, damit sie zu der Traumhochzeit wird, die Dir vorschwebte.

Hast Du Dir ausgemalt, ob und wieviel Kinder ihr bekommt? In welchem Abstand und wie das Familienleben dann aussehen soll?

Schwangerschaft, Geburt? Geplant oder einfach mal gucken? Welche Verhütung, wenn der Kinderwunsch erfüllt ist?

Viele Fragen, ich weiß. Es werden auch noch mehr kommen. Bitte lies weiter.

Damit Du sagen kannst, wie Du es willst, ist es wichtig, dass Du (bzw. heute ich) Dir Fragen stellst.

Bis hierher sicherlich alles Fragen, die Du leicht und mit gutem Gefühl beantworten kannst.

Dann kommen wir jetzt auf meine Frage aus der Überschrift zurück:

Vorbereiten auf die Menopause – Sinnvoll oder Blödsinn?

Im Durchschnitt ist eine Frau in Deutschland 31 Jahre bei der Geburt ihres ersten Kindes. Das Durchschnittsalter der Frau zu Beginn der Perimenopause, sprich dem Moment, in dem erste deutliche Symptome bemerkbar werden können, ist 45 Jahre.

Pubertät und Wechselzeit treffen dann aufeinander und es kann ganz schön knallen, wenn diese beiden hormongesteuerten Gewitterfronten aufeinanderprallen.

Wenn ich Dir sage, dass mit etwas Vorbereitung, Information und Anpassung Deines Lebensstil zwischen 30 und 40, Dir einiges erspart bleiben könnte, glaubst Du mir dann, oder nervt es Dich nur?

Schon mit 30 wird eine Schwangerschaft als „spätgebärend“ oder „Risikoschwangerschaft“ überschrieben, zumindest stand das im Mutterpass meiner zweiten Schwangerschaft. Warum ist das so? Bei meiner ersten Schwangerschaft mit 29 war davon noch keine Rede, und so groß ist der Unterschied da ja nicht.

Mein Lieblingsgynäkologe hat mir dann erklärt, dass ab 30 die A-Klasse Eier verbraucht sind und nur noch B Ware kommt, die Fehler aufweisen können und vermehrt Probleme in der Schwangerschaft auftreten könnten.

Was ab dieser Zeit auch beginnt ist, dass nicht mehr jedes Ei komplett ausreift und es dadurch nicht mehr zum Eisprung kommt. Ohne Eisprung kein Gelbkörperhormon aka Progesteron. Aber keine Panik, das ist zwischen 30 und 40 nur ab und an der Fall. Mit 40 kommt es dann immer häufiger vor, dass ein Eisprung ausbleibt, und dann kann es sein, dass ganz komische Sachen passieren.

  • Plötzliches kurzes Herzrasen, das Du vielleicht auf den Stress in Deinem Alltag und die pubertierenden Kinder schiebst.
  • Gewichtszunahme, die Du mit Deinem Mangel an Zeit für Bewegung in Verbindung bringst.
  • Trockene Schleimhäute in Nase und Mund, die auch von zu wenig Trinken oder Umwelteinflüssen kommen könnten.
  • Müdigkeit, weil Du echt viel auf dem Zettel hast.
  • Vergesslichkeit, bei all den Terminen doch kein Wunder.
  • Verspannungen und Kopfschmerzen, auch kein Wunder bei Deinem Programm.
  • Plötzliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten, verminderte Sehschärfe, trockene Haut, dünner werdende Haare

Natürlich gehst Du zum Arzt, natürlich werden Tests gemacht, wahrscheinlich ist „alles in Ordnung“. Diese Unannehmlichkeiten sind ja auch nicht immer da, also bist Du beruhigt und lebst weiter wie gewohnt, bis es Dir immer öfter und länger unwohl ist. Irgendeine Blutuntersuchung wird Dir schlussendlich den Beginn der Wechseljahre bestätigen, und dann kann man ja damit arbeiten.

Ein bisschen, als würdest Du mit Wehen zum Arzt gehen, der Dir dann sagt, dass Du seit 9 Monaten schwanger bist.

Laut Studien gehen 1/3 ohne merkliche Beschwerden, 1/3 mit leichten, aber auch 1/3 mit großen Beschwerden durch ihre Wechselzeit. Da Beschwerden immer subjektiv empfunden werden und noch lange nicht jede Frau komplett offen über dieses Thema redet, denke ich, ist diese Einteilung nicht ganz aussagekräftig.

Zusätzlich werden Lebensstil und -umstände nicht damit in Relation gesetzt, dabei ist die erste Empfehlung nach attestiertem Wechseljahrebeginn:

  • Gesunde, ausgewogene Ernährung
  • Adäquate Bewegung
  • Stressreduktion
  • Ausreichend Schlaf

Wenn das in den Wechseljahren gegen Beschwerden hilft, warum nicht vorher schon damit beginnen, damit es gar nicht soweit kommt?

Im Zeitalter der Verführung durch dauerhaft gleiches Nahrungsangebot, Süßigkeiten, geselliges Beisammensein nur mit Alkohol, bequemlichkeitsfördernde Technologien wie Auto, Rolltreppen, Rollbänder, Aufzug, elektrische Rolladenheber, fließend warmes Wasser, schnuckelig warme Wohn- & Arbeitsräume, Fernbedienung, Dauerbeleuchtungen und Mediennutzung ohne Sendeschlusszeichen ist es tatsächlich mit Arbeit verbunden die Gesundheitsempfehlungen umzusetzen.

Ich möchte Dir ein kleines Beispiel zweier Herzensmenschen aus meinem Leben geben, wie es krasser nicht sein könnte.

Mit Mitte 30ig hat eine sehr liebe Freundin angefangen peut à peut ihren Hausstand in „altersgerecht“ sprich bequem umzugestalten: erhöhtes Bett, damit man besser aufstehen kann, ausgeklügeltes System zum Verstauen von Dingen, um sich wenig bücken zu müssen, elektrische Rolladenheber, barrierefreie Dusche mit Vorrichtung zum Sitzen, wenn es mal nötig wird. Auto und schön geheizt haben wir alle, und einiges mehr. Damals dachte ich echt „Wow, voll gescheit, dann muss man nicht nochmal anfangen mit Umbauen, wenn man alt ist…“

Leider haben Sie die Wechseljahrbeschwerden voll erwischt, und sich inzwischen echte Krankheiten daraus manifestiert.

Meine Oma, auch wenn eine ganz andere Generation, hat sich nie um solche Arbeitserleichterungen gekümmert. Sie ist, außer wenn es geregnet hat, zu Fuss unterwegs gewesen, geheizt wurden Zimmer nur, wenn sie genutzt wurden (im Bad hatte sie nur einen Heizstahler. Brrrr, was hab ich da immer gefroren), gewaschen hat sie sich kalt, keine Spülmaschine, kein Trockner, viele Treppen in Haus und Garten… Aber das beeindruckendste waren diese riesen, schweren, alten Holzrolläden, die sie bis zum Ende jeden Tag raufgezogen hat. An denen hing sogar ich wie ein Spatz am Zehnpfünder. Meine Oma war bis ins hohe Alter fit und gesund.

Dein Alltag und die Zeit abseits Deiner Arbeit haben einen enormen Einfluss auf Deine Gesundheit. Und Deine Gesundheit hat einen großen Einfluss auf Deine Wechseljahrbeschwerden.

Der Körper ist ein großes zusammenhängendes System an dem viele Faktoren beteiligt sind und Abläufe miteinander agieren um in Balance zu sein.

Balance ist das große Ziel.

Dafür sind ausreichend Makronährstoffe (Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate), Mikronährstoffe (Vitamine, Vitaminoide, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäure, Fettsäuren) und Hormone notwendig. Solange alles zur rechten Zeit, im richtigen Verhältnis an Ort und Stelle ist, läuft es rund. Hakt es irgendwo, kippelt erst mal das ganze System, tut aber, von uns oft unbemerkt, das Beste um dieses Ungleichgewicht aufzuheben. Geben wir unserem Körper alles, was er dazu braucht, haben wir wenn überhaupt nur kurzfristig leichte Unannehmlichkeiten. Hat er aber schon erhebliche Mängel, bekommen wir erheblich mehr Probleme, und es können sich langfristig wirkliche Krankheiten manifestieren, die dank der Medizin nicht mehr zwingend zum Tod führen müssen.

Sinkt nun in erster Instanz das Progesteron wegen dem Ausbleiben des Eisprungs, geraten alle Vorgänge an denen es beteiligt ist erst mal aus dem Gleichgewicht. Progesteron ist nicht nur für den guten Verlauf der Schwangerschaft zuständig.

Es hat u.a. großen Einfluss auf das Hirn (Gedächtnisleistung, Konzentration, depressive Verstimmungen), hat schützende Beteiligung vor Altersdiabetes, fördert den Knochenaufbau, ist am Herzrhythmus beteiligt und bremst den aufbauenden Effekt von Östrogen.

Was glaubst Du, welche Frau mehr Beschwerden bekommt?

Die, die durch ausreichend Bewegung, nährstoffreicher Ernährung, gutes Stressmanagement und erholsamen Schlaf alle Speicher gut gefüllt hat, oder die, die hustlet, schnell irgendetwas auf den Tisch bringt, todmüde auf dem Sofa einschläft und dann in der Nacht dauernd wieder aufwacht?

Bewegung mit fordernder Muskelbeanspruchung

  • Stärkt die Knochen, weil es den Knochenaufbau anregt
  • Kräftigt das Herz, wodurch das Herzkreislaufsystem entlastet wird
  • Jede Muskelkontraktion entzieht den Zellen Zucker, Insulinresistenz und Diabetes wird vorgebeugt
  • Muskelmasse braucht auch im Ruhezustand mehr Energie, dadurch kann Gewicht reduziert bzw. gehalten werden
  • Stresshormone werden abgebaut und damit verbundene Krankheitsanfälligkeit minimiert
  • Setzt Endorphin, Dopamin und Serotonin frei, was depressive Versimmungen mindert und erholsamen Schlaf fördert

Die vielfältige, gesunde Ernährung liefert ausreichend

  • Proteine für Reparaturarbeiten
  • Antioxidantien gegen Entzündungen
  • Fette als Grundsubstanz für Zellen und zur Bildung biologisch aktiver Stoffe
  • Kohlenhydrate als Energielieferant
  • Mineralien, Vitamine, Vitaminoide & Spurenelemente zur Nutzung lebenswichtiger Abläufe im Organismus

Das sind in meinen Augen die Gründe, warum es sinnvoll ist sich vorzubereiten.

Hast Du ein stabiles Fundament, bringt Dich der Rückgang von Progesteron und Östrogen nicht wesentlich aus Gleichgewicht und Wohlgefühl, denn Dein Körper hat alles, was er braucht um selbst eine neue Balance herzustellen.

Es ist viel leichter, Dir gute Gewohnheiten anzueignen, wenn es Dir gut geht, wie in Momenten mit Belastungen.

Ich bin aus tiefstem Herzen überzeugt, dass viele Beschwerden gar nicht auftreten, wenn wir rechtzeitig bewusst und verantwortungsvoll für uns sorgen.

Es ist Dein Körper.

Es ist Deine Entscheidung.

Es ist Deine Wechselzeit.

Was denkst Du?

Vorbereitung auf die Wechseljahre – Sinnvoll oder Blödsinn?

Alles Liebe,

Deine Kirsten

Bild: Canva

Alle Aussagen und Empfehlungen in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert und für gesunde Frauen gedacht. Unsere Beiträge bieten jedoch keinen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat und es wird keine Haftung übernommen. Auf jeden Fall solltest Du Dich in deinen Wechseljahren regelmäßig mit deinem Gynäkologen besprechen, gegebenenfalls auch mit Endokrinologen und Heilpraktiker.

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