Waschbrettbauch mit 50? Muss das sein?

Waschbrettbauch mit 50? Muss das sein?

Noch sechs Monate. Dann nulle ich wieder. Was für ein unschönes Wort. Dabei geht es genau genommen gar nicht um die Null. Sondern um die Zahl davor. Ich werde 50. Jetzt ist es raus. Gesagt, geschrieben und gefühlt. Nur, wie fühlt es sich eigentlich an? Dieser Artikel gehört zur Blogparade „Bye, bye Traumfigur? Wie geht das mit dem Wohlfühlgewicht ab 40 oder 50?“, in dem sich mehr als 50 weibliche Influencer in ihren Beiträgen und Podcastfolgen mit diesem heiß diskutieren Thema beschäftigen.
Inhaltsverzeichnis

50 ist das neue 30?

Von wegen. Mit 30 wird die Familie geplant oder es ist mit Baby und Kleinkind viel Trubel im Haus. Mit 30 wird die Karriere voller Enthusiasmus gepusht. Mit 30 sind die eigenen Eltern noch fit und gut drauf. Mit 30 werden wilde Parties gefeiert.

Mit 50 sieht das Leben anders aus. Gar nicht besser oder schlechter. Einfach nur anders.

Der Nachwuchs geht eigene Wege. Kinderzimmer warten auf seltenen Besuch ihrer ehemaligen Bewohner. Oder werden gleich zu Hobbyräumen, Gästezimmern oder dem endlich größeren Schlafzimmer umgebaut.

Das Nest ist leer. Und nicht nur Ruhe ist eingekehrt. Auch Zeit. Viel Zeit. Für die einen Fluch, für die anderen Segen.

Ich freue mich auf meinen 50. Geburtstag.

Fünfzig, nein – sorry – neunundvierzigeinhalb gesunde, glückliche Jahre fühlen sich für mich wundervoll an. Ich bin glücklich, dankbar und ja, auch ein ganz klein wenig wehmütig.

Noch 182 Tage, dann gehöre ich dazu. Zum erlauchten Kreis der Best Ager. Klingt doch eigentlich ganz gut, 0der?

Mein Körper mit (fast) 50

Was mich immer stärker umtreibt, bin ich selbst. Nein, ich werde nicht wirr im Kopf, ich werde ja erst 50. Haha.

Ich rede von meinem Körper. Seit einiger Zeit steigt sein Geltungsbedürfnis stetig an. Jahr für Jahr. Das ist nicht nur ein vages Gefühl, sondern Tatsache. Für jedermann und jederfrau ersichtlich. Für mich auch.

Dass mein Körper gerade jetzt – in der Menopause – mehr Aufmerksamkeit braucht, ist völlig okay. Ich habe großes Verständnis dafür, dass er gehegt und gepflegt und umsorgt werden will. Auch, dass er mehr Unterstützung braucht als früher, nehme ich ihm nicht übel. Er ist ja schließlich auch keine 30 mehr.

Dass mein Lieblingsbody jetzt am Ende der Wechseljahre so aus der Form laufen muss, finde ich allerdings überhaupt nicht lustig. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich ihm das doch übel nehme. Als ob ER etwas dafür könnte!

Die Waage kann übrigens auch nichts dafür. Die ist für mich jedoch gar nicht mehr das Nonplusultra. Obwohl: Die nächste Null will ich hier definitiv nicht erreichen. Beziehungsweise die Zahl davor.

Die neuen Fettpolster machen mich schlaff und krank

Mit jedem neuen Pölsterchen an meiner Seite schwindet ein Stück Jugend. Grundsätzlich finde ich das gar nicht schlimm. Ich hatte ja meine Jugend, ich möchte weder zurück noch immer jung bleiben.

„Mit dem eigenen Leben ist es genau wie mit den Kindern. Jedes Alter hat seinen ganz besonderen Reiz.“ Gela Löhr

Was mich viel mehr stört als der endgültige Verlust der Jugend: Mit jedem Gramm mehr auf den Rippen werde ich träger und unbeweglicher. Nein, ich muss nicht mehr der Duracell-Hase sein, der rund um die Uhr fünf Jobs gleichzeitig wuppt. Etwas ruhiger tut mir durchaus gut und ich habe gelernt, meine Kräfte zu bündeln und genau da einzusetzen, wo es mir wichtig ist.

Aber träge will ich nicht sein! Das empfinde ich als extrem anstrengend.

Mit jedem Kilo mehr auf der Waage geht mir ein Stück Gesundheit flöten. Und das stört mich extrem. Über die zwei Kilos mehr, die ich brauche, um Östrogen zu produzieren, nachdem meine verschrumpelten Eierstöcke das nicht mehr können, rede ich nicht. Ich meine das Gewicht, das ich mit mir herumtrage, obwohl ich es nicht brauche.

Denn das ist pures Fett, das mich krank macht. So überflüssig wie Plastikstrohhalme, Nerzmäntel und Käse in Bärchenform.

Bestandsaufnahme mit neunundvierzigeinhalb

Ich stehe vor dem Spiegel und betrachte meinen Körper. Mein Blick fällt auf all die ungewohnten Pölsterchen, die sich an den typischen Stellen angesammelt haben.

Mein Bauch, der mich im Vierfüßlerstand sofort an ein Hängebauchschweinchen denken lässt. Die „Love Handles“, die im Sommer ungeniert über meine Bikinihose quellen. Die Unterarme, die scheinbar komplett muskellos durch die Gegend schlackern. Die Oberschenkel, die beim Strandspaziergang unterm Sommerkleidchen unangenehm aneinander reiben. Und mein Popo, der seinen Status einfach von knackig auf schlaff umgestellt hat.

„Jetzt übertreibt sie aber arg“, denkst Du gerade? So dramatisch ist es sicher gar nicht. Mag sein, aber genauso sehe ich mich.

Ich sehe auch andere Körperteile an mir, die ich durchaus mag. Aber die da oben sehe ich genauso. Sogar ohne Brille.

Es gibt viele Menschen, die zu mir sagen: „Du bist doch immer noch schlank, was willst Du eigentlich?“ Oder „Wenn ich Deine Figur hätte, wäre ich echt glücklich.“ Oder „Für Dein Alter siehst Du wirklich toll aus.“ All das schmeichelt mir natürlich und ich bin wirklich dankbar für jedes gut gemeinte Wort. Das Ding ist nur:

„Ich bin ich. Es ist MEIN Körper, MEINE Gesundheit, MEIN Leben. Und MEINE Verantwortung.“ Gela Löhr

Wer in diesem Magazin den einen oder anderen meiner Artikel gelesen hat, weiß, dass ich immer dafür plädiere, zu akzeptieren, was nicht zu ändern ist. Wie beispielsweise die Sache mit den Hormonen in den Wechseljahren. Sie verändern sich und wir müssen da durch. Damit hadere ich überhaupt nicht, sondern nehme es, wie es ist.

Doch mit meinem Schlaffpopöchen, den Speckröllchen und Schwabbelarmen verhält es sich anders. Die kann ich verschwinden lassen. Wenn ich wirklich, wirklich, wirklich will. Punkt.

Bye, bye Fettpölsterchen. Welcome Traumfigur.

Wenn ich heute über meine Traumfigur sinniere, male ich ein ganz anderes Bild als vor 20 oder auch noch vor 10 Jahren. Ich kann gut akzeptieren, dass mein Körper nie wieder so sein wird wie damals. Muss er auch gar nicht.

Wenn ich von meinem Wunschkörper träume, sehe ich einen sportlichen, trainierten, fitten Body. Voller Kraft und Vitalität, mit starken Knochen und geschmeidigen Gelenken.

Wenn ich über mein Wohlfühlgewicht nachdenke, spielt die Waage überhaupt keine Rolle mehr. Ich fühle mich einfach fit. Und weiblich sexy.

abnehmen mit 50 challenge

Waschbrettbauch mit 50?

„Bye, bye Traumfigur?“ Der bewusst provokant gewählte Titel dieser Blogparade lässt Raum für Gedanken in verschiedenste Richtungen. Wenn Du mich fragst, ist meine glasklare Antwort: Nicht mit mir.

Deshalb ich starte heute – ein halbes Jahr vor meinem 50. Geburtstag – mein Welcome-Traumfigur-Programm.

Wenn ich etwas mache, dann richtig, wird mir immer gesagt. Also nehme ich Euch beim Wort und setze mir ein wirklich herausforderndes Ziel. So eine richtige Challenge, die verdammt weh tun wird, aber am Ende zu emotionalen Höhenflügen führt.

Mit meinem ganz persönlichen Programm werde ich mir in den nächsten sechs Monaten einen Traum erfüllen. Den Traum vom flachen, festen Bauch. Nein, ich hatte NOCH NIE in meinem Leben einen Waschbrettbauch. Aber sollen wir nicht groß träumen?

Natürlich ist der Bauch nicht das einzige, worum es geht. All meinen Pölsterchen und Schwabbelzonen werde ich zu Leibe rücken, ich werde mich fit und stark trainieren, meine Core-Power und meine Haltung verbessern. Und mich rundum wohl fühlen.

Mein Welcome-Traumfigur-Programm

Eine Challenge, die ein wirklich großes Ziel hat, wuppt man nicht mal eben im Vorbeigehen. Was ich dafür brauche? Zeit! Jeden Tag mindestens 30 Minuten. Ob mir Traumfigur, Fitness und Gesundheit so viel wert sind? Was für eine Frage!

Die Basis meines Plans ist tägliche Bewegung. Ein vernünftiger Mix von Krafttraining, Stretching und Ausdauer. Was die Priorität angeht, in genau dieser Reihenfolge.

In den ersten vier Wochen werde ich allein starten. Zuhause. Mit einer App für Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht. Und mit Youtube. Dort sind unzählige kostenlose Trainingssessions zu finden. Ob Yoga, Pilates, Hanteltraining, Krafttraining für Oberkörper, Bauch, Arme, Beine, etc. bis hin zum Stretching. Jeden Tag eine Trainingseinheit. Mindestens 30 Minuten.

Wer wie ich schon viele angeleitete Kurse besucht hat, weiß, worauf bei den Übungen geachtet muss. Wer unsicher ist, sollte lieber Hilfe in Anspruch nehmen! Und wer überhaupt wieder mehr Bewegung in sein Leben holen will, wird diesen Artikel super hilfreich finden.

Die zweite Säule meines Programms ist natürlich die Ernährung. Als ausgebildete Ernährungsberaterin weiß ich auch hier, worauf es ankommt. Weil ich den Fokus nicht auf den Verzicht legen will, werde ich mich auf vitalstoffreiches Essen konzentrieren.

Je mehr Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Nüsse ich esse, desto weniger Appetit habe ich automatisch auf die ungesunden Zucker- und Weißmehlprodukte. Frisch und grün ist sowieso Pflicht. Fleisch hingegen habe ich schon vor 10 Jahren von meinem Speiseplan gestrichen. Eine Portion Fisch darf hingegen ab und zu mal auf meinen Tisch. Wusstest Du, dass es nicht nur wichtig ist, was Du isst? Auch wie Du isst spielt eine große Rolle!

Und wie ich mich für die erreichten kleinen Zwischenziele belohnen werde, finde ich im zauberhaften Blogparadenbeitrag Traumfigur? Schenk´ich mir von Melanie Sommer.

Fazit

Ein Waschbrettbauch mit 50 muss sicherlich nicht sein. Ein kleineres Ziel wäre leichter zu erreichen, klar. Aber wer kleine Ziele hat, wird auch nur diese erreichen. Wer groß denkt und träumt, wird weiter kommen. Davon bin ich überzeugt.

Deshalb werde ich mich jetzt in diese ganz persönliche Challenge, mein Welcome-Traumfigur-Programm, stürzen.

Ich werde berichten, wie es läuft. Welchen Sport ich gerade treibe, wie er mir bekommt und welche Fortschritte in Sachen Fitness, Beweglichkeit und natürlich Waschbrettbauch es gibt. Genauso natürlich auch über die Umstellung meiner Essgewohnheiten und was mein Körper und auch meine Seele dazu so sagen.

Wie ich vorankomme und wie es mir dabei geht, erfahrt Ihr per Frischekick, auf Facebook oder Instagram

Und jetzt geh ich sporteln.

Voll motivierte Grüße,

Deine Gela

PS: Alle anderen Beiträge dieser Blogparade findest Du übrigens hier. Schau unbedingt rein, es lohnt sich definitiv!

PPS: Falls hier mal ein Fitnessprofi oder Ernährungsspezialist vorbeischneien sollte – gegen individuelle Pläne wäre ich nicht abgeneigt. Melde Dich einfach mit Deiner Idee per Mail bei mir.

Alle Aussagen und Empfehlungen in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert und für gesunde Frauen gedacht. Unsere Beiträge bieten jedoch keinen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat und es wird keine Haftung übernommen. Auf jeden Fall solltest Du Dich in deinen Wechseljahren regelmäßig mit deinem Gynäkologen besprechen, gegebenenfalls auch mit Endokrinologen und Heilpraktiker.

4 Gedanken zu „Waschbrettbauch mit 50? Muss das sein?“

  1. Liebe Gela!

    Puh, ein ehrlicher und irgendwie auch rasanter Artikel. Ich freue mich auf deine Sporterlebnisse und -ergebnisse. Und bin sehr gespannt. Mehr Sport habe ich auch für mich geplant. Die eine oder andere Aktivität machen wir als zusammen, ja?

    PS: Ein flacher Bauch ist übrigens echt toll. Ein Waschbrettbauch muss es nicht sein – finde ich.

    Antworten
  2. Prima, liebe Gela! Da folge ich Dir doch sehr gerne.
    Deine Power steckt mich an und beflügelt mich, das umzusetzen, was ich eh vorhatte.
    Auch inspiriert durch die tolle Blogparade hier im Magazin.
    Ü50 zu sein, fühlt sich verdammt gut an. Allerdings darf sich dabei mein, mir etwas entglittener Körper, auch gerne wieder toller anfühlen.
    Packen wir es an.
    Ich freu mich auf den Austausch hier und mit all den anderen tollen Ladies!

    Gutes Gelingen
    Lieben Grüße
    Simone

    Antworten
  3. Liebe GELA,
    WOW, GENAU das sind zu 10000% meine Gedanken. Ich bin ein klitzekleines bisschen jünger als du, aber ich exakt an der gleichen Stelle wie Du. Heute bereits 30 min Krafttraining gemacht mit meinem eigenen Körpergewicht. Ich folge Dir gerne, bzw. bin dabei! Packen wir es an! GEMEINSAM! Ich freue mich und bin jetzt noch motivierter! DANKE

    Antworten
  4. Liebe Gela … wow … ich challenge auch gerade .. meine 50 liegen schon 6 3/4 Jahre hinter mir – und ich kann Dir sagen jedes Deiner Wörter ist so was von wahr … das in sich neu geboren werden funktioniert immer … immer wieder… das Ergebnis und die Freude dabei lohnt … viel Freude beim Sporteln …
    ‍♀️‍♀️⛸ Aloha Susanne (die dich schon auf Deine Weiterentwicklungsberichte freut)

    Antworten

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