Entspannen statt Stress

Von Null auf Om: Entspannung ist die beste Medizin bei Stress

Kennst Du das auch, dass Dein Leben einer endlosen To-Do-Liste folgt? Und Du Dich bemühst, alles unter einen Hut zu bringen? Erfahre, wie Du trotz Stress entspannen kannst.
Inhaltsverzeichnis

Noch schnell das Kind zur Schule bringen, dann eben zurechtmachen für das Meeting im Büro, bloß nicht den Arzttermin nach der Arbeit vergessen, und denk dran, heute musst Du das Abendessen schon um 18 Uhr machen, Du willst Dich ja mit Christine um 19 Uhr in der Stadt treffen.

Viele Frauen verausgaben sich bei dem Versuch alles unter einen Hut zu bekommen und verlieren sich selbst bei all der Hetze leider völlig aus den Augen. Das ist Stress pur!

Positiver und negativer Stress

Es ist ganz natürlich, dass wir Stress haben und der Körper sich anspannt, das ist sogar gut. Ein gesundes Maß an Stress, den sogenannten positiven Eustress, braucht jeder Mensch, um sich spannkräftig zu fühlen. Dieser Eustress belebt uns und fördert Wachstum und Entwicklung. Das Problem heutzutage ist, dass wir ständig unter Hochspannung sind und kaum noch in die Entspannung kommen; das ist der belastende Distress, der auf Dauer der Gesundheit schadet.

Dr. Libby Weaver spricht auch von dem „Rushing Woman Syndrom“, das bedeutet eine Frau, die ständig in Hetze ist.

Dieser permanente Stress hat Einfluss auf die Organe, den Stoffwechsel, die Verdauung, auf das Nervensystem, Emotionen und auf den Hormonhaushalt.

Die Cortisol-Falle

Denn bei Stress wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet, was uns wach und konzentriert macht, also erstmal gar nicht so schlecht. Bei anhaltendem Stress jedoch, schüttet der Körper ständig Cortisol aus und das führt zu einem chronisch erhöhten Cortisolspiegel: wir sind unruhig, gereizt, haben Schlafprobleme, um den Bauch bildet sich ein Rettungsring und wir haben ständig Heißhunger auf Süßes und Kohlenhydrate.

Stress macht fett und laugt aus

Das mit dem Fettansetzen am Bauch hat damit etwas zu tun, dass bei unseren Vorfahren bei Nahrungsknappheit und Hungersnöten die Stress-Cortisol-Ausschüttung stattfand. Immer, wenn über eine längere Zeit Cortisol ausgeschüttet wird, denkt der Körper, dass Du in einer Hungerperiode bist und Du sterben könntest. Der Körper kann nicht unterscheiden, ob dein Leben tatsächlich in Gefahr ist oder Du einfach nur ein stressiges Leben hast. Er lagert Fett am Bauch an, das für die Organversorgung als Vorrat für magere Zeiten zur Verfügung stehen soll.

Wenn der Körper nun über eine längere Zeit ständig Cortisol ausschüttet, sind irgendwann die Nebennieren ausgelaugt und es kommt zu einem chronisch erniedrigtem Cortisolspiegel: wir sind ständig müde und erschöpft. Übrigens die Nebennieren sitzen wie kleine Hüte auf den Nieren.

Für uns Frauen in den Wechseljahren ist es also enorm wichtig, dass wir uns um unseren Stress kümmern.

Stress ist der Hormonbalance-Killer Nr. 1

Denn noch ein negativer Nebeneffekt von Stress und dem erhöhten Cortisolspiegel ist, dass die Hormonproduktion in den Eierstöcken geschwächt wird. Zu der Stress-Reaktion gehört nicht nur die Erhöhung des Blutdrucks, des Blutzuckerspiegels, der Muskeltätigkeit usw., sondern auch, dass alle nicht überlebensnotwendigen Funktionen im Körper heruntergefahren werden, wie die Verdauung und die Sexualfunktion, also unsere Eierstockfunktion. Dadurch sinkt der Östrogen- und Progesteronspiegel ab, der ja in den Wechseljahren eh schon niedrig ist und kann diverse Wechseljahresbeschwerden hervorrufen, wie:

um nur einige zu nennen.

Die beste Medizin bei Stress

Entspannung ist die beste Medizin bei Stress, denn dadurch werden vermehrt Hormone produziert (Endorphine und Serotonin), die Stresshormone neutralisieren.

Außerdem wird das vegetative Nervensystem, der Parasympathicus angeregt, der für Ruhe, Entspannung, Regeneration, Verdauung, usw. zuständig ist.

Von Null auf OM

Es gibt sicherlich viele Dinge, die Dich entspannen und entstressen: bei mir ist das z.B. Spazierengehen, Joggen, Sauna, ein heißes Bad, Schwimmen im kalten See – ja, du hast richtig gelesen, Unternehmungen mit Freundinnen, u.e.m.

Mache Dir bewusst, was Dich entspannt!

Und baue bewusst diese Entspannungstätigkeiten in Deinem Alltag ein. Am besten Du machst feste Termine mit Dir selbst und trägst sie auch in Deinem Kalender ein.

Einatmen, ausatmen, lächeln

Ein wichtiger Schlüssel für Entspannung ist Dein Atem:

Über den Atem nehmen wir nicht nur Sauerstoff, sondern auch Prana-Lebensenergie auf. Leider atmen die meisten selten bewusst und schon gar nicht tief in den Bauch. Nimm mal gerade wahr, wie Du atmest, ohne den Atem jetzt zu beeinflussen. Na, geht es Dir wie mir, dass der Atem recht flach ist und sich der Bauchbereich angespannt anfühlt?

Das hat einerseits mit Stress zu tun, denn die Stressatmung ist die flache Atmung und andererseits mit schlechter Haltung und Bewegungsmangel oder einseitiger Bewegung zu tun, denn dabei verkürzt häufig der Brust-Bauch-Bereich und das Zwerchfell und wir können dann einfach nicht so tief atmen.

Das langsame, tiefe Atmen ist die Basis aller Entspannungstechniken wie Meditation und Yoga: es beruhigt das vegetative Nervensystem, senkt nachweislich den Blutdruck und die Herzfrequenz und bringt die Gedanken zur Ruhe. Sie ist also wunderbar stressreduzierend!

Damit du das gleich mal spüren kannst, mache ich eine Atemübung-im Yoga heißt sie Pranayama– mit Dir und zwar die wechselseitige Atmung.

Eine Studie konnte zeigen, dass die Wechselatmung Blutdruck, Herzfrequenz und den Cortisolspiegel senkt. Durch diese Atmung wird das parasympathische Nervensystem angeregt und das wirkt stressreduzierend.

Video Anleitung „Wechselseitige Atmung“:

Und wenn es bei Dir mal wieder richtig turbulent ist und alles drunter und drüber geht, dann ziehe Dich mal kurz aus allem raus, atme ein, atme aus und lächle! 😉

Deine Aloka Wunderwald

Foto: Pixabay

Alle Aussagen und Empfehlungen in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert und für gesunde Frauen gedacht. Unsere Beiträge bieten jedoch keinen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat und es wird keine Haftung übernommen. Auf jeden Fall solltest Du Dich in deinen Wechseljahren regelmäßig mit deinem Gynäkologen besprechen, gegebenenfalls auch mit Endokrinologen und Heilpraktiker.

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