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Mach Deinen Darm zu Deinem Freund – holistische Darmpflege

Obwohl unser Darm ein so wichtiges Organ ist und vielen Belastungen ausgesetzt ist, wird er viel zu oft vernachlässigt. Erfahre, wie Du Deinen Darm pflegst, gesund erhältst und Deine Verdauung in der Balance bleibt.
Inhaltsverzeichnis

Wir cremen täglich unsere Haut, wir putzen unsere Zähne. Dass aber auch das Verdauungssystem Pflege braucht, vergessen jedoch die meisten.

Unser Darm ist vielen Belastungen ausgesetzt – das falsche Essen (zu viel, zu fett, zu süß, zu hastig, ungewohnt oder mit Keimen belastet), zu wenig Ballaststoffe und auch die Einnahme von Medikamenten, wie z.B. Antibiotika, Cortison oder auch Schmerzmittel. Aber auch Übergewicht, Bewegungsmangel und permanenter Stress können zu Verdauungsbeschwerden führen, ebenso wie die Genussgifte Kaffee, Alkohol oder Rauchen. Akuter Durchfall (als prompte Reaktion auf Erreger oder Giftstoffe), Bauchschmerzen, Blähungen, Darmträgheit bis zu chronischer Verstopfung, Reizdarm oder Darmentzündung können die Folge sein.

Am wichtigsten für die Darmgesundheit ist die Ernährung

Fett, Zucker, Weißmehl sowie Fleisch im Übermaß sind Gift für den Darm. Besonders rotes Fleisch von Schwein und Rind sowie Wurstwaren stehen im Verdacht, langfristig an Darmproblemen bis hin zu Darmkrebs beteiligt zu sein. 

Ideal ist eine möglichst frische und ballaststoffreiche Kost. Obst wie Pflaumen, Zwetschgen, Feigen und Äpfel (möglichst mit Schale essen), Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sind besonders gut für den Darm. 

Dein Darm freut sich über 30-40g Ballaststoffe täglich. Ideal ist eine Mischung aus wasserlöslichen (Gemüse, Salat und Obst) und wasserunlöslichen (Getreide oder Hülsenfrüchte) Ballaststoffen.

Aber Vorsicht: Ein untrainierter Darm darf sich erst an die Ballaststoffe gewöhnen, sonst drohen Blähungen. Lieber erst mal das Gemüse dünsten und den Vollkornanteil in der Nahrung nach und nach erhöhen, indem man z. B. normale Nudeln mit Vollkornnudeln mischt.

Oder aber gleich zu meinem Geheimtipp, getrocknete Akazienfaser, greifen. Das aus Afrika stammende Naturprodukt wird aus der getrockneten Milch der dort wachsenden Akazien gewonnen.

Es enthält 90% wasserlösliche Ballaststoffe, ist sehr gut verträglich, hat einen geringen Blähfaktor (ja, so eine Skala gibt es tatsächlich), Du musst nicht mehr trinken dazu und Deine Darmbakterien freuen sich auch sehr darüber. Akazienfaser enthält nämlich Arabinogalactosaccarid, das dafür sorgt, dass Bifidobakterien und Laktobazillen in Deinem Darm ordentlich wachsen und die Aktivität der Dickdarmbakterien positiv beeinflusst wird.

Getrocknete Akazienfaser wirkt ausgleichend auf die Darmtätigkeit. Außerdem nimmt Dein Darm Nährstoffe viel besser auf, wenn Du sie regelmäßig einnimmst. Kalium, Eisen, Magnesium & Co. kommen so viel einfacher in den Zellen an, zu denen sie tatsächlich sollen. Also Wellness für Deinen Freund, den Darm.       

Zusätzlich wirken Akazienfasern entgiftend und senken sogar Deinen Cholesterinspiegel.

Gallensäuren werden in der Leber zur Fettverdauung gebildet und schwemmen gleichzeitig Giftstoffe aus. Im Darm angelangt, spricht man von sekundären, mit Giften beladenen Gallensäuren, die nun unbedingt durch Ballaststoffe gebunden werden müssen, um ausgeschieden zu werden. Sind hingegen zu wenige Ballaststoffe vorhanden, muss die Leber sämtliche Gifte rückresorbieren und wird dadurch ständig belastet.                   

Akazienfasern haben durch ihr Wasserbindungsvermögen die Fähigkeit, bis zum 100-fachen ihres Eigengewichts an Giften, krank machenden Keimen und sekundären Gallensäuren zu binden. Das kurbelt die Produktion neuer Gallensäuren an, wobei Cholesterin verbraucht und dadurch gesenkt wird. 

So kannst Du Deine Darmflora stärken

Sehr wichtig für die Gesundheit des ganzen Körpers ist es, die Darmflora zu stärken. Darum dürfen gerne täglich gesäuerte Milchprodukte wie Joghurt, Buttermilch, Quark oder Kefir auf dem Speiseplan stehen. Hilfreich ist aber auch milchsaures, rohes oder nur ganz kurz gedünstetes Sauerkraut, um eine gesunde Darmflora aufzubauen und fäulnisbildende Mikroben, schädliche Hefepilze und deren Abfallprodukte unschädlich zu machen. 

Antibiotika eliminieren nämlich nicht nur schädliche Bakterien, sondern auch die guten Darmbakterien. Wer schon zu Therapiebeginn den Darm mit vielen milchsäurehaltigen Lebensmitteln unterstützt, leidet weniger unter Nebenwirkungen. Im Anschluss an die Antibiotikaeinnahme sollte die Darmflora aktiv mit speziell für die Darmgesundheit entwickelten Präparaten, die eine ausreichend hohe Konzentration von ausgewählten physiologischen  Milchsäurebakterienstämmen enthalten, aufgebaut werden, um den Darm zu stärken und das Immunsystem zu unterstützen.

Auf Deinen Darm hören

Wenn ein Freund Dir einen gut gemeinten Rat gibt, ignorierst Du ihn dann oder bist Du dankbar für den Hinweis? 

Dein Darm ist eng mit Deinen Emotionen verknüpft, es besteht über den 10. Hirnnerv, den Nervus vagus sogar eine direkte Verbindung zwischen Gehirn und Darm. Kein Wunder also, dass Du manchmal “Schiss” hast, Du “Bauchgrummeln” bekommst oder “Schmetterlinge im Bauch” spürst.

Sprichwörtlich hat sogar Deine Intuition, Deine innere Stimme ihr Zuhause in Deinem Bauch. 

Leider hören wir nur selten zu und setzen uns viel zu oft über unseren Darm hinweg. 

“Ach, das bisschen Grummeln gibt sich schon wieder.”

“Durchfall hat doch jeder mal.”

“Da nehme ich schnell Medikament xx, dann beruhigt sich mein Bauch schon schnell wieder.”

Fährst Du auch ungebremst weiter, obwohl ein Stop-Schild an der Straße steht? Kann man machen, allerdings kommt es dann gerne mal zur Vollsperrung ohne Wendemöglichkeit.

Denk immer daran, Dein Darm ist Dein Freund und er ist auf Deiner Seite. Er reagiert auf seine Art und Weise, wenn Du Dich nicht ausreichend abgrenzt oder aber immer wieder zulässt, dass andere Deine Grenzen einfach nicht akzeptieren. Er möchte Dich auf emotionale Missstände aufmerksam machen.

Sprich doch mal mit Deinem Darm

Wann hast Du das letzte Mal mit Deinem Darm gesprochen? Ihn gefragt, wie es ihm geht. Ob er etwas braucht oder wie Du ihn unterstützen kannst.

Hast Du schon mal danke gesagt? Für die tägliche routinierte, selbstständige Arbeit, die Dein Darm leistet. Für die Versorgung Deines Körpers und den Erhalt Deines Lebens.

Lege doch heute mal nach dem Lesen meines Artikels die Hände liebevoll auf Deinen Bauch, atme ruhig mehrere Male tief ein und aus und dann spüre hin, was Dein neuer Freund, der Darm, Dir mitzuteilen hat.

Alles Liebe, Ann-Katrin

Foto: Canva

Alle Aussagen und Empfehlungen in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert und für gesunde Frauen gedacht. Unsere Beiträge bieten jedoch keinen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat und es wird keine Haftung übernommen. Auf jeden Fall solltest Du Dich in deinen Wechseljahren regelmäßig mit deinem Gynäkologen besprechen, gegebenenfalls auch mit Endokrinologen und Heilpraktiker.

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