Magische Helfer im Körper

Der magische Helfer im Körper, der Dich sofort entspannt

Es gibt in Deinem Körper einen magischen Helfer, der Dir ad hoc Ruhe und Entspannung schenken kann: Der Vagus-Nerv. Erfahre, was es mit diesem Nerv auf sich hat, welche Funktionen er im Körper erfüllt und wie Du ihn in stressigen Zeiten zum Entspannen nutzen kannst.
Inhaltsverzeichnis

Bist Du oft gestresst?

Ist es für Dich schwer, abzuschalten?

Läufst Du manchmal rum, wie ein aufgescheuchtes Hühnchen?

Dann habe ich jetzt für Dich den ultimativen Zauberstab zur Ruhe und Entspannung.

Und ich meine es genauso, wie ich es schreibe!

Hokus, Pokus, Simsalabim…Magier Vagus Nerv!

Er wird auch als Ruhe“-Nerv bezeichnet und macht seinem Namen alle Ehre.

Er ist Teil einer magischen Energiezentrale, die uns neue Kraft gibt, wann immer wir uns mit ihr verbinden – es ist unser vegetatives Nervensystem.

Wir haben zwei zauberhafte Gegenspieler im Nervensystem

Dieses besteht aus zwei gegensätzlichen Anteilen, dem Sympathikus und dem Parasympathikus.

Der Sympathikus ist der „Action“-Held, der uns im Kampf- und Fluchtmodus aktiv und wach macht und Bäume ausreißen lässt, während uns der Parasympathikus im Sinne von Relax and digest runterfährt, entspannt und gemütlich auf dem Sofa „lümmeln“ lässt.

Sie steuern gemeinsam viele lebensnotwendige Körperfunktionen: die Herzfrequenz, den Blutdruck, die Verdauung, den Stoffwechsel ja sogar das Immunsystem. Dabei ist ihre Arbeitsweise völlig unterschiedlich.

So lange ihre gegenseitige Tätigkeit ausgewogen ist, geht es uns gut. Entsteht jedoch ein Ungleichgewicht, weil der Sympathikus langfristig zu sehr dominiert und der Parasympathikus vernachlässigt wird, kommt es zu jenen Erkrankungen, die wir als „stressbedingt“ bezeichnen.

Es ist also wichtig, dass die beiden im Gleichgewicht sind, denn dann haben wir eine guteAction-Relax-Balance“, wir sind leistungsfähig, tatkräftig, konzentriert und entspannt, gelassen, stressresistent und haben eine gute Verdauung.

Der Vagus, ein „umherwandernder“ Nerv

Der Vagus ist der wichtigste und größte Nerv des Parasympathikus und steht somit in direkter Verbindung zu unserer Energiezentrale, dem vegetativen Nervensystem.

Weil er den Körper vom Gehirn bis zu den Nieren durchzieht und sich dabei weit im Brust- und Bauchraum verzweigt, wird er auch als „wandernder“ Nerv bezeichnet.

Er entspringt dem Hirnstamm, läuft zu den Augen, den Ohren, zum Kehlkopf, über die Halsseiten, verzweigt sich dann im Brustraum (Lunge, Herz) und verästelt sich im Bauchraum zu den Organen.

Dabei unterhält er besonders gute Beziehungen zu den wichtigsten Systemen wie Herz, Lunge und Magen-Darm – er stellt sie quasi auf einen Ruhe-und Verdauungsmodus ein.

Zum Gehirn pflegt er eine innige Kommunikation: vom Gehirn bringt der Vagus Signale an Herz, Lunge und an den Magen-Darm-Trakt. Z.B. ans Herz: Bitte den Herzschlag verlangsamen.

Auch das Gehirn erhält Botschaften vom Bauch über den Vagusnerv, wie es mit der Verdauung aussieht und wie es dem Bauch so geht. Das ist uns auch als Bauchgefühl bekannt, wenn wir etwas aus dem Bauch heraus entscheiden.

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So kannst Du die Zauberkraft des Vagus wecken

In den Wechseljahren können wir diesen wundersamen Zauberer für sofortige Entspannung hervorragend nutzen. Wir haben verschiedene Zauberformeln, wie wir ihn in seine „Super-Power“ bringen:

Über die Atmung

Und zwar nutzen wir die verlängerte Ausatmung, denn nur bei der Ausatmung überwiegt der Parasympathikus. Betontes Ausatmen erreichen wir durch Schnurren, Summen, Singen oder Brummen. Hierdurch erzeugen wir eine Kehlkopfvibration, die sich ausbreitet und uns direkt in den Vagus-Modus führt.

Wir können auch verschiedene Atemübungen aus dem Yoga nutzen, z.B. die verlängerte Ausatmung (3 ein-6 aus oder 4 ein-8 aus) und die siegreiche Atmung (auf AAAH ein und MMH mit geschlossenem Mund aus) oder du singst das bekannte OOOOOMMMMM!

Über die Augen

Um den Augennerv zu aktivieren, müssen wir den Ciliarmuskel anspannen, das ist der Muskel, der bei unserer Linse die Nach-und Ferneinstellung verändert. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Wir schließen die Augen und fixieren die Augenlider von hinten. Zuerst ist alles schwarz, aber dann tauchen Farben und schwarze Punkte auf. Wenn wir uns fest auf diese Flugobjekte konzentrieren, kommt die Entspannung sofort. Wir können spüren, wie sich unser Herz beruhigt und wir uns sehr wohl fühlen, ein Zeichen dafür, dass wir den Zaubernerv erweckt haben.

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, den Ciliarmuskel zu aktivieren: Indem wir Doppelbilder erzeugen, z.B. indem wir den Zeigefinger vor die Nase halten und ihn dabei nach vorn bewegen. Bei gleichzeitiger Betrachtung von Nasenspitze und Zeigefinger sehen wir plötzlich zwei vor uns.

Meine Vagus Meditation für Dich

Wir können über eine bestimmte Form der Meditation das vegetative Nervensystem beeinflussen. Dank der Vagus-Meditation können wir in unser inneres Gleichgewicht zurückfinden, in die Bipolarität, den Rhythmus des Lebens, der so ungemein wichtig ist für unsere seelische und körperliche Gesundheit, gerade in den Wechseljahren.

Positive Wirkungen der Vagus-Meditation:

Der Cortisolspiegel (Stresshormonspiegel) kann um 23 Prozent gesenkt werden.

Das Jugendhormon DHEA kann hingegen um 100 Prozent steigen (Bildung neuer Gehirnzellen).

Eine bereits bestehende Ateriosklerose kann reduziert werden: Studien zeigten, dass Kalkablagerungen der Kopfschlagader durch Meditation über 6 Montate um 0,1 Millimeter reduziert werden konnten.

Ebenfalls gesteigert wird das Glücks-und Leistungshormon Dopamin, und zwar um bis zu 65 Prozent, das sorgt u.a. für mehr Lebensfreude, Antrieb und Wohlbefinden.

Sind das nicht großartige Gründe, um die Magie des Vagus Nervs mit der folgenden Meditation zu entfachen?

Meditationsanleitung:

Nimm eine bequeme Sitzposition ein. Gehe in die Stille, schließe die Augen und konzentriere Dich auf die betonte Ausatmung. Nimm über Schnurren, Brummen, Summen oder Singen das kann laut oder leise sein – Kontakt zum Vagus auf. Fokussiere Dich weiter auf die Ausatmung.

Jetzt versuchst Du die Augenlider von hinten zu fixieren. Nimm wahr, was Du siehst – Farben oder schwarze Punkte. Sie kommen und gehen. Konzentriere Dich fest darauf und spüre die zunehmende Entspannung.

Bleibe hier gerne 5-15 Minuten.

Also, wenn du mehr Ruhe und Entspannung in Deinen Alltag zaubern möchtest, dann ist der Vagus Nerv Dein Zauberstab!

Im Video zeige ich Dir 3 weitere Übungen wie Du die magische Kraft des Vagus entfesselst und sofort entspannst!

Ich wünsche Dir eine entspannte Zeit!

Deine Aloka Wunderwald

Foto: Pixabay

Alle Aussagen und Empfehlungen in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert und für gesunde Frauen gedacht. Unsere Beiträge bieten jedoch keinen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat und es wird keine Haftung übernommen. Auf jeden Fall solltest Du Dich in deinen Wechseljahren regelmäßig mit deinem Gynäkologen besprechen, gegebenenfalls auch mit Endokrinologen und Heilpraktiker.

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